Mohamad Ajami im Gespräch mit Ministerpräsident Nawaf Salam in Beirut

Barakah Charity im Libanon — Juli 2026

Barakah Charity im Libanon:

 

Gespräche mit der Regierung, Besuche in den Lagern, neue Gesundheitsprojekte

Im Juli 2026 war unser Geschäftsführer Mohamad Ajami im Libanon unterwegs. Auf dem Programm standen Gespräche mit Vertretern der libanesischen Regierung, die Begleitung eines Hilfskonvois und Besuche in drei palästinensischen Flüchtlingslagern. Mitgebracht hat er zwei konkrete Vorhaben — und die Bestätigung, dass der Bedarf an Wohnraum weiter riesig ist.

Empfang im Grand Serail

Im Grand Serail, dem Regierungssitz in Beirut, traf Mohamad Ajami den libanesischen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Bevor er 2025 das Amt übernahm, war Salam Richter und zuletzt Präsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag — dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen. Im Gespräch ging es um die Arbeit von Barakah Charity im Libanon — um die Unterstützung von Flüchtlingen, Vertriebenen und der libanesischen Bevölkerung insgesamt.

Der Ministerpräsident dankte für die geleistete Hilfe. Besprochen wurden der jüngste Hilfskonvoi, die Häuser, die Barakah Charity für wohnungslose Familien errichtet, sowie mehrere neue Projekte im Land.

„Wir sind weltweit tätig — und wir werden die Menschen im Libanon nicht vergessen. Das gilt für die libanesische Bevölkerung ebenso wie für palästinensische und syrische Flüchtlinge“, sagte Mohamad Ajami.

Barakah Charity werde die Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen fortsetzen, damit die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. An dem Gespräch nahm auch Generalmajor Mohammad al-Mustafa teil, Generalsekretär des Obersten Verteidigungsrats.

Der Hilfskonvoi und die Unterstützung aus Jordanien

Mohamad Ajami beim jordanischen Botschafter im Libanon, Walid Al-Hadid

Der jüngste Hilfskonvoi in den Libanon kam mit Unterstützung Jordaniens zustande. An der Grenze empfing der jordanische Botschafter im Libanon, Walid Al-Hadid, das Team und dankte für die Hilfe, die auf diesem Weg ins Land gebracht wird. Im Anschluss besuchte Mohamad Ajami ihn zu einem eigenen Gespräch.

Solche Konvois sind für die Versorgung entscheidend: Sie bringen Hilfsgüter dorthin, wo Familien sie unmittelbar brauchen.

Besuche in drei palästinensischen Flüchtlingslagern

Empfang in der Botschaft des Staates Palästina bei Dr. Mohammad al-Asaad.

In den Tagen darauf war das Team von Barakah Charity in drei palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon unterwegs. Dort zeigt sich, woran es im Alltag fehlt — vor allem in der medizinischen Versorgung.

Im Anschluss empfing der Botschafter des Staates Palästina im Libanon, Dr. Mohammad al-Asaad, das Team. Er dankte für die Arbeit in den Lagern und ebenso für die Hilfe, die Barakah Charity in Gaza und in der Westbank leistet.

Ein Operationssaal für Kinder

Barakah Charity unterstützt in einem Krankenhaus im Libanon einen Operationssaal. Dort sollen künftig Kinder behandelt werden, die sonst keinen Zugang zu guter medizinischer Versorgung haben — Kinder aus Gaza, aus der Westbank und aus dem Libanon selbst.

Für viele Familien ist das der Unterschied zwischen einem Eingriff, der stattfindet, und einem, der immer wieder verschoben wird.

Geplant: eine Dialysestation im Libanon

Ein Thema kam bei den Gesprächen immer wieder auf: die Dialyse. Bei dieser Behandlung wird das Blut maschinell gereinigt, wenn die Nieren das nicht mehr leisten können — ohne sie können Betroffene nicht überleben, und sie brauchen sie mehrmals pro Woche.

Genau darin liegt die Härte: Wer im Libanon darauf angewiesen ist, muss heute stundenlang anreisen. Nicht einmal, sondern immer wieder. Für kranke Menschen ist das kaum zu schaffen — körperlich nicht und finanziell erst recht nicht.

Deshalb hat Barakah Charity zugesagt, daran zu arbeiten, ein Dialysegerät in einem Krankenhaus im Libanon zu installieren. Damit wäre die Behandlung für die Menschen der Region in erreichbarer Nähe.

Im Libanon sind wir bereits mit mobilen Kliniken im Einsatz, die chronisch kranke Menschen in den Flüchtlingslagern behandeln und kostenlos Medikamente bereitstellen. Die Dialysestation wäre der nächste Schritt: von der Behandlung im Lager hin zu einer Versorgung, die auch schwere Fälle auffängt.

Für dieses Vorhaben sammeln wir Spenden, in schaa Allah.

Ein Zuhause für 2.500 Euro

Neben der medizinischen Versorgung bleibt der Wohnraum das drängendste Thema. Viele Familien im Libanon haben kein festes Dach über dem Kopf — und der Bedarf ist weiterhin riesig.

Ein Haus kostet 2.500 Euro. Damit bekommt eine Familie einen Ort, an dem sie bleiben kann: geschützt vor Kälte und Regen, mit einer Tür, die sich schließen lässt.

So kannst du helfen

Jede Spende für unsere Arbeit im Libanon fließt in genau solche Projekte: in medizinische Versorgung, in Häuser für Familien ohne Zuhause und in die Hilfskonvois, die regelmäßig ins Land gehen.

Jetzt für den Libanon spenden.